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Portraits

Alle Portraits im Überblick

Steckbrief

Vorname Ali
Nachname Ben Hannoun
Wohnort Neutraubling / Agadir
geb.
Ich studiere Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
seit SS 2005 bis WS 2009/2010
Mein berufliches Ziel Nach dem Studium habe ich zunächst als Flex Entwickler gearbeitet.
Kontakt
Internet
 

Es war die richtige Wahl für mich ins Ausland zu gehen. Man kann seine Sprachkenntnisse verbessern und lernt eine neue Kultur kennen

Im September 2004 kam ich nach Deutschland. In Mittweida habe ich eine Deutschprüfung (DSH) geschrieben, damit ich in Deutschland studieren darf.


Ich habe die Hochschule Reutlingen über Google gefunden

Da ich Freunde in der Schweiz und in Frankreich habe und Baden-Würtemberg an der Grenze von Beiden liegt, stand für mich damals schon fest, dass ich dort studieren wollte,. . Ich habe dann bei Google einfach „Wirtschaftsinformatik Baden-Württemberg“ eingegeben und als Ergebnis bekam ich u.a. die Hochschule Albstadt, Ravensburg und eben auch Reutlingen. Bei fast allen habe ich mich beworben und von Albstadt kam die erste Zusage, dann kam noch eine Zusage von Reutlingen. Ich überlegte mir, dass Reutlingen eine größere Stadt ist, in diesem Bereich auch einen besseren Ruf hat und international bekannt ist. Deshalb habe ich mich dann für Reutlingen entschieden.


Der Anfang war für mich schwer

Das ist wohl bei jedem ausländischen Studenten so aufgrund der Sprachprobleme. Aber mit der Zeit hat es sich gebessert und jetzt kann ich mich gut auf Deutsch unterhalten. Meine Heimat und die Familie vermisse ich natürlich schon. Am Anfang war ich mir unsicher, aber jetzt glaube ich, dass es die richtige Wahl für mich war, ins Ausland zu gehen. Ich bin momentan sehr zufrieden und würde es jedem weiter empfehlen. Man kann seine Sprachkenntnisse verbessern und eine neue Kultur kennen lernen, was sehr interessant ist..


Das Auslandssemester war sehr hilfreich

Während des Studiums in Reutlingen habe ich auch ein Auslandssemester mit ERASMUS in Frankreich absolviert. An dieser Stelle würde ich mich gerne bei Prof. Dr. Bönke bedanken. Er ist verantwortlich für ERASMUS-Studenten und hat mir sehr geholfen, nach Frankreich zu gehen. Darüber hinaus bedanke ich mich auch bei den Mitarbeitern vom Auslandsamt.

Ein Auslandssemester empfehle ich jedem. Man wird seine Fremdsprachenkenntnisse verbessern und viele neue Erfahrungen machen. Auch die Prüfungen der Partnerhochschulen vom Ausland werden oft anerkannt. In Frankreich habe ich die Erfahrung gemacht, dass alle Studenten gemeinsam miteinander arbeiten.


Ich würde mir wünschen, dass die deutschen Studenten enger mit den Ausländern zusammen arbeiten.

Hier in Deutschland kommt es mir so vor, als arbeiten manche nur für sich. Wenn man zum Beispiel Sprachprobleme hat, wollen manche Studenten ungern mit einem bei Präsentationen zusammenarbeiten. Es gibt aber auch vieles, das ich hier an der Hochschule positiv finde. So ist die Betreuung sehr gut und die Klassen sind klein. Der Kontakt zu den Professoren ist besser. In Marokko war ich an der Universität und hatte fast keinen Kontakt zu den Professoren. Dagegen sind die Beziehungen hier in Reutlingen zwischen den Professoren und Studenten toll.


Wer in Marokko studieren will, muss Französisch können

Marokko ist ein Touristenland, die Europäer trifft man überall. Ich hatte schon in Marokko Kontakt zu Deutschen und habe auch schon mit ihnen Deutsch geredet. Kulturelle Probleme sehe ich nicht. Marokko ist ein islamisches Land, aber es ist auch ein liberales Land. das heißt, alle Religionen werden akzeptiert. Ich denke, ein deutscher Student könnte sich gut integrieren, wenn er französisch spricht. Leicht ist sicher auch der Anfang in Marokko für einen Ausländer nicht und leider gibt es keine ERASMUS-Programme für Marokko, aber vielleicht kommt ja irgendwann eine marokkanische Partnerhochschule für Reutlingen hinzu.


Informatik muss man üben, üben, üben

Als ich mit dem Studium hier angefangen habe, gab ich mir sehr viel Mühe. Ich war sehr oft in der Bibliothek, habe viele Bücher ausgeliehen und gelesen, gelesen, gelesen. Doch dann habe ich gemerkt, das bringt nicht viel. Informatik muss man üben. Die Deutschen haben einen passenden Spruch dafür: „Übung macht den Meister“


Praxissemseter bei Bosch

Von Wirtschaftsinformatik und den deutschen Hochschulen hatte ich keine Ahnung. Aber ich habe in Marokko Wirtschaftswissenschaft studiert und wollte noch etwas mit Informatik machen. Da hat sich das WI-Studium angeboten. Die Stadt Reutlingen ist nicht zu klein und nicht zu groß. Außerdem ist die Wirtschaft hier sehr gut. Mein Praxissemester habe ich bei Bosch gemacht und mittlerweile arbeite ich dort als Werkstudent, was mir auch finanziell sehr hilft. Als ich mit WI angefangen habe, hatte ich keine Ahnung vom Programmieren. Ich musste mich hinsetzten und lernen, denn die Professoren redeten über Dinge, in einer anderen Sprache, die ich nicht verstand. Aber das kann man lernen.


Ich möchte gerne in Deutschland bleiben

Meiner Zukunft sehe ich positiv entgegen. Es gefällt mir gut in Deutschland und deswegen möchte ich gerne auch in Zukunft in Deutschland leben und arbeiten. 

 

 






 

Letzte Änderung: 13.07.2009 - Verantwortlich: Alfred Siewe