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Medizinisch-Technische Informatik (B.SC)

© Siemens

Ein modernes Gesundheitssystem ist zentraler Bestandteil einer Volkswirtschaft und ohne rechnergestützte Verarbeitung von Information nicht mehr denkbar. Die besondere Herausforderung der medizinischen Informatik besteht dabei in der eindeutigen regelhaften Formalisierung des oftmals unscharfen und ständig im Wandel befindlichen medizinischen Wissens, der Modellierung des Patienten mit allen relevanten Einflussfaktoren, der zugrundeliegenden Prozesse, sowie der Umgang mit den Regularien des Gesundheitssystems. Auf dieser Basis soll eine verbesserte Behandlung der Patienten sowie eine Unterstützung des klinischen Personals ermöglicht werden.


Das Studium der Medizinisch-technischen Informatik in Reutlingen vermittelt die notwendigen Informatik-Grundlagen sowie das medizinische Kontextwissen, um sich im medizinischen Berufsumfeld sicher zu positionieren.

  1. Computergesteuerte Geräte unterstützen die Ärzte bei der Diagnose und Therapie. Die Informatik ist die Schlüsseltechnologie, mit der die Steuerung der Geräte sowie die Weiterverarbeitung und Präsentation der gewonnenen Informationen erreicht wird. Beispiele sind die medizinische Bildgebung und darauf aufbauende Bildverarbeitung, beispielsweise zur chirurgischen Planung, und die digitale Gerätesteuerung im Operationssaal zur Unterstützung komplexer Eingriffe.

  2. Telematik und Informationslogistik stellen sicher, dass aus der großen Fülle von Daten dem jeweiligen Leistungserbringer nur die Informationen angezeigt werden, die er tatsächlich benötigt. Krankenhausinformationssysteme führen dazu die Daten von Patienten, Befunden, Diagnosen und Therapien aus unterschiedlicher Quellen zusammen und stellen sie in kompakter Form wieder bereit. Dabei kommen jeweils aktuellste Kommunikations- und Netztechnologien zum Einsatz.

  3. Klinische Prozesse werden immer stärker formalisiert um eine gleichbleibend hohe Qualität der Behandlung zu gewährleisten. Das Verständnis klinischer Prozesse sowie deren Modellierung bildet somit einen weiteren Baustein zum optimalen Einsatz von Informationstechnologie bei der Unterstützung medizinischer Behandlungen.

  4. Neben der Datenverarbeitung bilden der Umgang mit regulatorischen Vorgaben, die Kenntnis von Ergonomie und Gebrauchstauglichkeit, sowie Datensicherheit und -schutz zentrale Themen. Der offene Umgang mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen wie der Bedeutung der elektronischen Patientenakte, der elektronischen Gesundheitskarte und der gläserne Patient gehören genauso in die Ausbildung wie rechtliche Rahmenbedingungen für Medizinprodukte und Anwendungssicherheit.

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Fotonachweis:

 - Siemens
(alle anderen Hochschule Reutlingen)