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Medizinisch-Technische Informatik entwickelt gemeinsames Schulprojekt mit Reutlinger Gymnasium

Schüler des Biotechnologischen Gymnasiums entwicklen Messmethoden an einem Fermenter und programmieren die entsprechende Software um die Daten zu erfassen und auszuwerten. (vl.n.r: Lucas Mieth, Silvia Katolla und Verena Wolf.

In einem gemeinsamen Projekt arbeiten seit diesem Schuljahr die Laura-Schradin Schule in Reutlingen und der Studiengang Medizinisch-Technische Informatik der Hochschule Reutlingen zusammen. Dabei entwickeln die Schüler des Biotechnologischen Gymnasiums Messmethoden an einem Fermenter und programmieren die entsprechende Software um die Daten zu erfassen und auszuwerten. Durch die Kooperation sollen die Schüler bereits während der Schulzeit erste Erfahrungen mit Aufgaben aus dem universitären / praktischen Bereich machen. Das Projekt ist ein Angebot in der Jahrgangsstufe 1 (12. Klasse).

Ein Konzept das offenbar aufgeht, denn bei den Schülerinnen und Schülern des Biotechnologischen Gymnasiums kommt die Zusammenarbeit mit dem Studiengang Medizinisch-Technische Informatik gut an. "Man bekommt einen wirklich guten Einblick in das Studienfach. Da ich später etwas im Bereich Bio oder Naturwissenschaften studieren möchten passt das echt gut", so Verena Wolf. Ähnlich auch das Urteil ihrer Klassenkameradin, Silvia Katolla. "Ich finde es toll, dass wir durch das Projekt wissenschaftliches Arbeiten schon in der Schule kennenlernen und das nicht nur theoretisch sondern auch praktisch an unserem Bio-Fermenter."


Initiiert wurde die Zusammenarbeit durch Dr. Frank Baumgartner Projektleiter und Lehrer an dem Gymnasium und Prof. Dr. Sven Steddin vom Studiengang Medizinisch-Technische Informatik. Gemeinsam definierten sie ein einjähriges Projektkonzept, das Elemente des wissenschaftlichen Arbeitens an einer Hochschule enthält. Bei dem Projekt sollen die Schüler unter anderem messen, wie viel Alkohol durch Hefe unter aeroben und anaeroben Bedingungen im Fermenter gebildet wird. Die Versuchsanordnung entwickelten die Schüler dabei selbst. Angefangen von den Sensoren zur Messung der Gase über die Programmierung der Software auf einem Mini-Computer (RaspberryPi Einheit) bis hin zur Datenauswertung und Erstellung von Webserver-Seiten mit den Programmiersprachen HTML / PHP und JavaScript.

Eine Herausforderung, die aus Sicht von Lucas Mieth jedoch Spaß macht. "Das Projekt ist eine wirkliche Herausforderung. Zunächst muss man den ganzen Prozess ja verstehen, um die einzelnen Schritte umsetzen zu können, wie etwa die Programmierung des Sensors auf dem RaspberryPi.", so Lucas Mieth. Zwei bis vier Stunden in der Woche arbeiten er und die anderen Schüler und Schülerinnen an dem Projekt - freiwillig. Wer will, kann sich die Leistung aber später beim Abi anrechnen lassen.

Lob für die Schüler gibt es aber schon jetzt. "Sie sind richtig engagiert und wollen, dass das Experiment auch gelingt. So macht Schule richtig Spaß", so Projektleiter Frank Baumgartner und auch Sven Steddin vom Studiengang Medizinisch-Technische Informatik ist begeistert. "Die Schüler haben sich auch bei unserem Studieninfotag an der Hochschule beteiligt. Da konnten sie erleben, wie die Themen in der Schule an der Uni weitergeführt werden. Da waren sie mit viel Interesse und Engagement bei der Sache. Einfach toll!"

Über die ersten Projektergebnisse informiert der Studiengang Medizinisch Technische Informatik übrigens auf Bildungsmesse BINEA in Reutlingen vom 29. und 30. Januar in der Stadthalle Reutlingen auf dem Stand der Hochschule Reutlingen. Auf der Messe ist zudem auch die Laura- Schradin Schule vertreten. Sie informiert dort über ihre verschiedenen Schulangebote, wie etwa das Biotechnologische Gymnasium.

Link

Laura Schradin Schule

Bildungsmesse Binea

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Photo of Alfred  Siewe-Reinke